DMG MORI Spindelreparatur – ISO40-Konus

DMG MORI Spindelreparatur – ISO40

  • Spindelhersteller: DMG MORI / inlineMASTER / KESSLER

  • Maschine: DMG MORI

  • Drehzahl: 18 000 rpm

  • Konus: ISO40

In unseren Service kam eine Spindel aus einem Bearbeitungszentrum DMG MORI. Es handelt sich um eine KESSLER inlineMASTER-Einheit mit ISO40-Konus und einer Maximaldrehzahl von 18 000 rpm. Der Kunde meldete steigende Geräusche bei höheren Drehzahlen, spürbare Vibrationen beim Fräsen sowie gelegentliche Probleme mit dem Werkzeughalt. Nach einem kurzen Gespräch über den Maschinenbetrieb haben wir mit der vollständigen Diagnose begonnen.

DMG MORI Spindelreparatur – ISO40

Diagnose
und Zustandsprüfung

Zunächst prüften wir den Zustand des ISO40-Konus und der Auflagefläche. Es waren Verschleißspuren und Kratzer sichtbar, die typischerweise durch verschmutzte Werkzeugaufnahmen oder einen zufälligen Stoß beim Werkzeugwechsel entstehen. Die Rundlaufmessung bestätigte Werte oberhalb dessen, was für Präzisionsbearbeitung akzeptabel ist. Weitere Messungen von Vibration und Geräusch zeigten verschlissene Lager, und der Test der Werkzeugspannkraft ergab instabile Werte. Das reichte für die Entscheidung: Lagerwechsel, Konusüberarbeitung, Wuchten, Service der Spannmechanik sowie Kalibrierung der Sensorik.

Arbeitsumfang
DMG MORI Spindelreparatur

1. Demontage, Reinigung und Inspektion
Wir zerlegten die Spindel, reinigten sie gründlich und erfassten jedes Teil. Wir prüften Lagersitze, Schmierkanäle und Dichtungen. Es wurden neue, spindeltaugliche Lager verbaut und beim Zusammenbau der korrekte Anpressdruck (Preload) und die Passungen eingestellt. Die richtige Lagereinstellung beeinflusst direkt Arbeitstemperatur, Vibrationsniveau und Lebensdauer des gesamten Aggregats — besonders bei 18 000 rpm.
Die Überarbeitung des ISO40-Konus erfolgte in mehreren Schritten: zunächst Vermessen und Markieren der Korrekturbereiche, anschließend schonendes Planschleifen zur Egalisierung und zuletzt Finish und Läppen. Ziel war ein gleichmäßiger Kontakt zwischen Konus und Aufnahmen, damit das Werkzeug fest und achsgerecht sitzt. Zudem prüften wir die Stirnfläche und die Lage des Konus zur Spindelachse. Danach lag der Rundlauf innerhalb unserer strengen Toleranzen.
Der nächste Schritt war das präzise Wuchten. Nach Lagerwechsel und Konusbearbeitung ändert sich die Massenverteilung im Inneren stets, daher führten wir ein dynamisches Wuchten auf Klasse 0,4G durch. Wir arbeiten schrittweise: Messen, Korrigieren, erneut messen — bis stabile Ergebnisse über den gesamten Drehzahlbereich vorliegen. Der Effekt ist sofort spürbar: geringere Vibration, leiser Lauf und geringere Lagerbelastung.
4. Reparatur und Kalibrierung der Spannmechanik (ISO40)
Wir überholten außerdem die Spannmechanik. Verschleißteile (Tellers Federn, Greifsegmente, Führungen, Dichtungen) wurden ersetzt, Länge und Hub der Zugstange sowie der Zustand der Sitze geprüft. Nach der Montage bestimmten wir die Spannkraft mit einem zertifizierten Messgerät für ISO40-Aufnahmen, um eine wiederholgenaue und ausreichende Werkzeugklemmung sicherzustellen. Eine stabile Klemmung bedeutet Sicherheit, Präzision und geringeres Risiko von Loslösungen bei schwerer Bearbeitung.
5. Kalibrierung der Sensorik
Zum Schluss stellten wir die Sensorik ein: Kalibrierung der Positionssensoren der Zugstange (offen/geschlossen), Prüfung der Drehzahlsignale und — wo möglich — der Temperaturüberwachung. So erhält die Maschinensteuerung eindeutige, korrekte Informationen: kein Drehen bei geöffneter Klemmung, keine Fehlalarme und reibungslose Werkzeugwechselzyklen.
6. Abschlusstests und Dokumentation
Die Endtests erfolgten nach unserer Standardprozedur. Die Spindel wurde schrittweise aufgewärmt, Temperatur, Geräusch und Vibration beobachtet. Wir prüften den Konusrundlauf nach dem Aufwärmen, führten eine Serie von Spann-/Lösezyklen durch und protokollierten die Spannkraft. Beigefügt wurden Wuchtprotokoll, Rundlaufbericht und Spannkraftmessung. Der Kunde erhielt außerdem kurze Hinweise: Konen und Halter regelmäßig reinigen, Pull-Studs prüfen, korrektes Aufwärmen nutzen und bei hohen Drehzahlen auf ungewöhnliche Geräusche achten.
DMG MORI Spindelservice – ISO40 DMG MORI Spindelreparatur – ISO40

Ergebnisse nach der Reparatur
der DMG MORI Spindel

Nach dem gesamten Prozess läuft die DMG MORI/KESSLER inlineMASTER-Spindel mit ISO40-Konus über den gesamten Drehzahlbereich ruhig und leise. Die Vibrationen sind deutlich gesunken, die Spannkraft ist stabil und die Oberflächengüte verbesserte sich bereits bei den ersten Kundentests. Das bedeutet längere Standzeiten der Werkzeuge, weniger Stillstände und höhere Prozess-Wiederholgenauigkeit.

Wann lohnt sich
ein Komplettservice?

Zeigt Ihre DMG MORI ähnliche Symptome — Geräusche, Vibrationen, Spuren am ISO40-Konus oder nachlassende Spannkraft — verschieben Sie es nicht. Lagerwechsel, Konusüberarbeitung, Wuchten, Reparatur der Spannmechanik und Kalibrierung der Sensorik in einem durchgängigen Prozess liefern die besten Ergebnisse und senken die Produktionskosten spürbar. Gern übernehmen wir den Service von A bis Z.

Überarbeitung des ISO40-Konus – DMG MORIDynamisches Wuchten der DMG MORI Spindel – Genauigkeitsklasse 0,4G

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